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Pressemitteilung   vom 28.11.2008

Klares Ja zur Königsalm
 

Einige Hindernisse scheinen ausgeräumt – Zentraler Wanderparkplatz geplant

Von Thomas Stier

 


Publikumsmagnet: Die Almhütte auf dem Kasseler Königsplatz erfreut sich bei den Weihnachtsmarktbesuchern großer Beliebtheit. Künftig soll die urige Hütte das Jahr über in Nieste stehen, zum Weihnachtsmarkt soll sie dann immer auf dem Königsplatz in Kassel aufgebaut werden. Archivfoto: Koch


Zwei Gebäude: Die Königsalm erhält ein festes Gebäude und die mobile Almhütte.
Zeichnung: Schmidt/nh

Hintergrund

Ganzjähriger Betrieb möglich
 

Bauplaner Detlef Schmidt stellte die Pläne für die eigentliche Almhütte vor. Die soll rundum so von Nadel- und Laubbäumen umstellt werden, dass sie vom Tal her nicht weiter auffällt.

Geplant ist der Bau eines fest stehenden Gebäudes für Küche und Versorgungseinrichtungen, das auch 60 Sitzplätze erhalten soll, sodass die Hütte ganzjährig betrieben werden kann. Die eigentliche Königsalm – sie soll zum Kasseler Weihnachtsmarkt immer auf den Königsplatz umgesetzt werden - wird 140 Sitzplätze im Inneren und 200 im Biergarten erhalten. (tom)


NIESTE. Der Bau der Königsalm als Wandererziel auf der Höhe zwischen Nieste und Kaufungen ist ein gutes Stück näher gerückt. Am Mittwoch stimmte das Parlament der kleinen Gemeinde Nieste einstimmig für die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Ebenso wichtig: Für die von Straßenplanern und Hessen-Forst geäußerten Bedenken gegen das Vorhaben zeichnen sich Lösungen ab. Problematisch sind noch die Einwendungen der Naturschutzbehörden, die sich um den Artenschutz – besonders die hier beobachtete Wildkatze – sorgen.

Für die Bedenken von Hessen-Forst und dem Kasseler Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) scheint es Lösungen zu geben. Hessen-Forst wollte den Weg zum Wanderparkplatz Tannenhütte von parkenden Autos der Almhütten-Besucher frei halten, weil über diesen Weg zwei Drittel des Holzeinschlages im Kaufunger Wald abtransportiert werden. Das ASV wiederum will die Zufahrt zur Hütte aus Sicherheitsgründen nur von der Kreuzung der Kreisstraßen aus gestatten. Beides wäre nun möglich.

Detlef Schmidt vom Büro für Freiraum- und Landschaftsplanung in Grebenstein, der die Bauleitplanung für das Projekt übernommen hat, stellte die Lösung vor: Danach soll auf einer Wiese auf der Kaufunger Seite des Höhenzuges ein zentraler Wanderparkplatz gebaut werden. Von dort würde ein 200 Meter langer Fußweg zur Hütte führen. Die Zufahrt zu dem naturnah gestalteten Parkplatz mit 62 ständigen und weiteren 102 Bedarfs-Abstellflächen soll von der Kreuzung der Kreisstraßen aus erfolgen. Die Einmündung des Weges auf die Kreisstraße 6 soll deltaartig so verbreitert werden, dass auch große Holzlastwagen besser als derzeit abbiegen können. Der heutige Wanderparkplatz Tannenhütte soll geschlossen werden, was für mehr Ruhe am Waldrand sorgen würde. Auch die Besucher des Wandergebietes Gerholdsberg zwischen Jugendburg Sensenstein und Freizeitheim Rotte Breite sollen ihre Autos auf der neuen Parkfläche abstellen.

Finanziert würde der Parkplatz von der Gemeinde Nieste, die Investor Hartmut Apel beteiligen würde. Kommende Woche sollen in Gesprächen mit der Oberen Naturschutzbehörde die Bedenken wegen des Artenschutzes ausgeräumt werden, kündigte Bürgermeister Edgar Paul an. Letztlich, so Planer Schmidt, beruhten die Bedenken auf der Sichtung einer einzigen Wildkatze 300 Meter vom Standort entfernt.

Investor Apel habe zugesagt, in der Almhütte weder eine Beherbergung vorzusehen noch auffällige Leuchtreklamen anzubringen, die die Tiere abschrecken könnten, erläuterte Schmidt. Der Lebensraum der Wildkatze liege ohnehin im weitläufigen Kaufunger Wald. Der Bereich um die Almhütte sei heute schon durch die nahen Kreisstraßen, die Holztransporter, die Autos der Wanderer und die Ortslage von Nieste belastet und für die Wildkatzen nicht attraktiv. Schmidt, Paul und Apel zeigten sich zuversichtlich, dass bis Ende März Baurecht für die Königsalm bestehen kann. Spielt auch noch das Wetter mit, könne die bayerische Almhütte noch im nächsten Sommer erstmals ihre Tore für Ausflügler öffnen.

 



  
Pressemitteilung   vom 08.10.2008

Rückenwind für die Königsalm
Landrat Schlitzberger unterstützt Bau des Ausflugslokales auf Höhe zwischen Nieste und Kaufungen
 

Nieste / Kreis Kassel. „Die Königsalm bei Nieste wäre eine tolle Ergänzung zum touristischen Angebot rund um den Sensenstein.“ Mit dieser Einschätzung sorgte Landrat Dr. Udo Schlitzberger für Rückenwind vom Kreis für die Pläne der Gemeinde, eine mobile Almhütte auf die Höhe zwischen Nieste und Kaufungen zu stellen.
 

Die Attraktivität der Wanderregion Nieste könne damit noch weiter gesteigert werden - außerdem biete der Standort in der Nähe der Straße eine breite Palette von unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten, erklärte Schlitzberger. „Die Königsalm rundet die bisherigen touristischen Initiativen der Gemeinde ab und ist auch eine gute Ergänzung zum Angebot der Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein“, sagte der Landrat.


Die vom Naturschutzbund des Werra-Meißner-Kreises geäußerten Bedenken, der zu erwartende Trubel rund um die Almhütte könnte die Tierwelt und besonders die scheue Wildkatze verschrecken, teilt Schlitzberger nicht. Der Standort sei mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises abgestimmt.
 
 

Im Computer steht sie schon auf der Höhe über Nieste: In der vom Landkreis Kassel gefertigten Fotomontage wurde das geplante Ausflugsziel für die Wanderleute im Kaufunger Wald und am Gerholdsberg schon einmal auf die Wiese am Wanderparkplatz Tannenhütte gestellt. Vorn rechts die Sagenfigur des Niester Riesen. Foto: Kreis/nh

Keine Ballermann-Gefahr
 

Erfahrungen mit Freizeitangeboten in Waldnähe in anderen Kreiskommunen hätten gezeigt, dass mit dem richtigen Konzept keine Gefahr für „ein Ballermann im Kleinen“ besteht. Die von der Gemeinde und dem Investor Hartmut Apel beabsichtigte Einbindung in die Konzeption des Naturparks Meißner-Kaufunger Wald zeige, dass es bei der Königsalm um eine gelungene Vernetzung von Wandertourismus, Informationsangeboten zur Natur und lokaler Kulturgeschichte sowie gastronomischen Angebot geht.
 

Der Kreis werde die Gemeinde bei der Realisierung der Planungen unterstützen, kündigte Schlitzberger an. „Wenn sich durch die mögliche Zufahrt von der Kreisstraße zwischen Kaufungen und Nieste her die Verkehrssicherheit auf der Kuppe erhöht, profitieren auch die Autofahrer von der Königsalm“, ist sich der Landrat sicher.
 

Wie berichtet, plant der Kasseler Catering-Unternehmer und Niester Bürger Hartmut Apel, das große Holzgasthaus Königsalm auf einem derzeit als Ackerfläche genutzten Stück Land am Wanderparkplatz Tannenhütte zu bauen und ab Mai nächsten Jahres zu betreiben. Während des Kasseler Weihnachtsmarktes soll das Gasthaus in bayerischem Stil auf dem Königsplatz stehen. (tom)

 

Parlament einstimmig für die Hütte

Ackerland wird Sonderbaufläche


Ohne Gegenstimme hat die Almhütte die erste parlamentarische Hürde genommen. In ihrer jüngsten Sitzung billigten die Abgeordneten von SPD und CDU einhellig die für den Hüttenbau erforderliche Umwandlung des Ackerlandes in Sonderbauflächen.
 

Insgesamt 400 Plätze

 
Bauplaner Detlef Schmidt hatte zuvor den Volksvertretern und dem Publikum die Planungen vorgestellt. Danach soll die Berghütte in bayerischem Stil über 200 Plätze im Innenbereich und noch einmal 200 Plätze im Biergarten verfügen.

 
Geplant ist der Bau eines festen Bewirtschaftungshauses mit Küchen, Toilettenanlagen und Nebenräumen. Im Obergeschoss soll auch eine Wohnung eingerichtet werden, damit die doch recht einsam gelegene Almhütte vor allem nachts nicht so leicht Ziel von Einbrechern wird.

 
Fünf Großveranstaltungen
 

Um die Belastungen der Niester Bevölkerung durch Partylärm zu vermindern, sollen jährlich nur etwa fünf Großveranstaltungen genehmigt werden, erläuterte Landschaftsplaner Schmidt.

SPD-Fraktionsvorsitzender Olli Pick begrüßt das Vorhaben als zukunftsweisend und erforderlich, um den Wandertourismus in Nieste weiter zu entwickeln. (tom)


   Pressemitteilung   vom 29.09.2008

Parken bleibt ein Hauptproblem
Geplante Königsalm heute im Parlament von Nieste – Hessenforst-Sorgen um Holzabfuhr an Tannenhütte

Von Thomas Stier

Nieste. Die urige Holzhütte Königsalm soll zwar zum Kasseler Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz stehen, den Rest des Jahres aber als Ausflugsziel im Wanderquartier des Kaufunger Waldes bei Nieste dienen.

Diese Idee des Kasseler Catering-Unternehmers Hartmut Apel ist in dessen Heimatgemeinde Nieste überwiegend mit Begeisterung aufgenommen worden. Es gibt aber auch kritische Stimmen.

Gewichtige Einwände kommen vom Landesbetrieb Hessenforst. Der nämlich fährt über den Waldweg am Wanderparkplatz Tannenhütte rund die Hälfte des gesamten Holzeinschlages aus dem Kaufunger Wald ab. Der Weg, der zudem zur Gemarkung von Großalmerode im Werra-Meißner-Kreis gehört, müsse am besten frei von jeder anderen Nutzung bleiben. Keinesfalls dürfe er durch Fahrzeuge der Almhüttenbesucher blockiert werden.


Zentral und trotzdem ganz nah an der Natur: Der geplante Standort der Almhütte auf der Höhe zwischen Oberkaufungen und Nieste wäre auch für die Gäste von Sensenstein und Rotte Breite gut erreichbar. Foto: Google-Earth/Grafik: HNA/Jordan

Niestes Bürgermeister Edgar Paul würde am liebsten den Weg einfach verbreitern, um so Platz für die Autos zu schaffen. Ohnehin werde der Wanderparkplatz ja von den vielen Waldbesuchern angesteuert, das bleibe auch so, mit oder ohne Almhütte.

Eine andere Lösung wäre der Bau eines Parkplatzes auf einer angrenzenden Wiese auf der Kaufunger Seite des Hügelkammes (siehe Google-Earth-Bild oben). Dazu würde auch eine neue Zufahrt von der Kreisstraße her gebaut, was wiederum die Verkehrssicherheit auf der Kuppe verbessern würde.

Wunsch wäre erfüllt

 
Paul zeigte sich zuversichtlich, die für den Parkplatz benötigte Wiesenfläche kaufen zu können. „Der Wunsch von Hessenforst, den Weg nicht für die Hütte zu nutzen, wäre damit erfüllt“, sagte Paul.

 



Energischen Widerstand gegen das Vorhaben hat der Naturschutzbund im Werra-Meißner-Kreis angekündigt. Der Nabu hat schwere Bedenken angemeldet, weil der Trubel rund um die Hütte die Tiere stören könnte. Beispielsweise habe es hier 41 Sichtungen von Wildkatzen gegeben, die nahe liegendste war nur 300 Meter vom geplanten Hüttenstandort entfernt gesehen worden.

Bürgermeister Paul berichtete im Gespräch mit der HNA über die Bereitschaft des Investors, sich an Ausgleichsmaßnahmen für diese Beeinträchtigung der Tierwelt zu beteiligen. So solle entsprechend eines Öko-Punkte-Systems Geld für das Projekt „Rettungsnetz für Wildkatzen“ gegeben werden, mit dessen Hilfe die Wanderwege der scheuen Räuber im Kaufunger Wald verbessert werden sollen. Weitere Bedenken der Träger öffentlicher Belange gegen das Vorhaben sieht Paul leicht ausgeräumt: Gefordert war eine Einbindung der Hütte in das Konzept des Naturparks Meißner–Kaufunger Wald. Das sieht Paul zum Beispiel dadurch erfüllt, dass die Hüttenküche Wildbret aus dem Naturpark und Fische aus den Niester Teichen auf der Speisenkarte führen werde. Zudem werde hier Info-Material ausgelegt, stehe die Hütte genau auf dem Schnittpunkt der drei Wandergebiete Gerholdsberg, Kaufungen und Gläsnertal/Bilstein. Die nächste Hürde des Projektes dürfte niedrig sein: Am heutigen Montag befasst sich das Parlament Niestes ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus damit. Sowohl SPD und CDU haben bereits signalisiert, dass sie zustimmen werden.

 

Test mit vier Trompeten und drei Tuben
 
Das war mal eine praxisnahe Untersuchung: Um zu testen, ob vom möglichen Feierlärm auf der Königsalm etwas in die Wohngebiete Niestes schallt, ging der Musikzug Nieste am 12. September um 20.10 Uhr in die Vollen: Fünf Klarinetten, vier Trompeten, drei Tuben, eine Basstrommel, eine Snaredrum, eine Posaune und ein Becken intonierten mehrere Musikstücke so laut es nur ging. Ausgeleuchtet wurde das Konzert am Waldrand durch die Feuerwehr.

Das Ergebnis: Im Birkenweg – er liegt mit 750 Metern dem Almhütten-Stand am nächsten - war die Musik selbst bei absoluter Stille nur bei genauem Hinhören zu vernehmen. Autos auf der Kreisstraße überdeckten sie fast vollständig. Damit, so Bürgermeister Paul, scheinen Bedenken wegen einer Lärmbelastung im Neubaugebiet Am Krugehof ausgeräumt. Auch die Musik aus einer voll aufgedrehten Stereoanlage sei nicht zu hören gewesen.

Ohnehin, so der Verwaltungschef, werde die Almhütte vor allen Dingen als Ausflugsziel für Wanderer und Naturfreunde dienen. Richtig Remmidemmi gebe es zwei- bis dreimal im Jahr: am 1. Mai, am Vatertag und vielleicht einmal zu Erntedank. Nieste bleibe davon akustisch unberührt. (tom)


  Pressemitteilung   vom 21.09.2008


 


   Pressemitteilung   vom 16.08.2008

Die Königs-Alm soll auf den Berg
Attraktion vom Kasseler Weihnachtsmarkt soll Ausflugslokal zwischen Nieste und Oberkaufungen werden




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